
Nun kommt die schönste Arbeit, pflanzen. In unserer Planung haben wir ja festgelegt, wo die einzelnen Zonen liegen, wo ist meine Ansichtsfläche, welchen Hintergrund habe ich.
Da die Gestaltung sehr individuell ist, kann man nicht nach “Schema F” vorgehen.
Aber es gibt ein paar Grundregeln. Unser Teich ist ein Teil unserer Natur, daher sollte sie immer der unmittelbaren Umgebung angepasst sein. Der Boden, Licht und Nährstoffbedarf kann sehr unterschiedlich sein daher sollten sie sich beraten lassen um späteren Ärger zu vermeiden. Natürliche Teiche besitzen verschiedene Zonen in denen die Pflanzen angesiedelt sind.
Die äußerste Zone bezeichnen wir als Radzone, sie liegt außerhalb des Teiches, sie stellt den Übergang zur näheren Umgebung dar. Anschließend gehen wir zur Uferzone über. Sie befindet sich schon in meinen Teich, gepflanzt mit Sumpfpflanzen aber auch Pflanzen die aus der Randzone stammen, sie stehen meist trocken.
Daran schließt sich die Sumpfzone an, hier stehen die Pflanzen meist mit nassen ‚Fuß’ aber trockenen ‚Kopf’. Wassertiefe 0-2cm. Die Flachwasserzone ist der nächste Bereich, hier stehen die Pflanzen schon in einer Wassertiefe von 2-25cm.
Die Tiefwasserzone beginnt also ab 25 cm bis zum Grund. Dieser soll höchstens bei 1,60m liegen, hier sind alle Unterwasserpflanzen zu Hause.
Unterwasserpflanzen sind der eigentliche Motor in unseren Teich. Sie sehen zwar nicht so toll aus, aber sie sind der größte Sauerstofflieferant, ein super Filtersystem und Nährstoffverbraucher in einem. Unsere künstlichen Filteranlagen sind noch meilenweit von der Leistung unserer Pflanzen entfernt. Daher setzen sie so viele Unterwasserpflanzen wie möglich ein.
Klares sauberes Wasser wird sie belohnen.
Bei der Gestaltung der einzelnen Zonen sollten sie aber Wert auf Natürlichkeit achten. Verwischen sie die Grenzen untereinander, gestalten sie fließende Übergänge. Nichts sieht künstlicher und unnatürlicher aus als vorgeformte, streng definierte Zonen in denen genau nach Vorschrift die Pflanzen zu platzieren sind.
Bei einen natürlich gepflanzten Teich überlassen wir es den Pflanzen wo sie sich am liebsten ausbreiten können. Meist kommt nach ca. 2 Jahren ganz erstaunliche Verflechtungen zwischen den einzelnen Pflanzenarten zustande.
Wenn so ein Teich dann nicht mehr nur als künstliches Objekt betrachtet wird, sondern als
Gesamtbestandteil des Gartens, harmonisch eingefügt und es so aussieht, als wäre er schon immer da, ja, dann haben wir unser Ziel erreicht.